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 Wie es euch gefällt 


Shakespeare/Schlegel/Voges

Vorverkauf ab:

 

Freitag, den 27. April 2018

 

Karte: 8,50 €

 

Falls Sie es interessiert, wie momentan unsere Probenarbeit zur neuen Inszenierung läuft, dann schauen Sie doch einfach mal unter "AKTUELLES" rein. Viel Vergnügen!

► Wie es euch gefällt

"All the world's a stage,
And all the men and women merely players."  

Jaques (2,7 139-40)

 

Drei Vorbemerkungen:

Das Stück ist vermutlich um 1599 entstanden. Der Plot ist ziemlich simpel, die in ihm auftretenden Personen sind sehr oberflächlich gezeichnet. In Kindlers Literaturlexikon lesen wir dazu: "Sie verkörpern , vor dem Hintergrund eines Zauberwaldes, weniger individuelle Charaktere als vielmehr Seelenzustände, alle jene Schattierungen der Liebe nämlich, die seit je Gegenstand der Komödie sind." (S.1227) Allerdings ist das "Simple" bei Shakespeare immer mit Vorsicht zu genießen!
 
Von den Komödien Shakespeares gilt "Wie es euch gefällt" als die musiklastigste, was hier positiv gemeint ist. Im Original sind es fünf Lieder, die nicht nur die "Stimmung", sondern geradezu die "Botschaft" evozieren, sozusagen den "Sound" der Komödie. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Inszenierung entsprechend zu gestalten und neben den im Stück enthaltenen Liedern weitere dazu passende hinzuzufügen, um dies noch zu verstärken. 
 
Hauptschauplatz des Stückes ist der "Wald von Arden". In der Sekundärliteratur finden sich verschiedene Vermutungen, warum Shakespeare diesen Namen gewählt hat (zusammengesetzte Wortschöpfung aus Ar-kadien und E-den, eine Anspielung auf den Mädchennamen seiner Mutter, Name des Waldes bei Stratford, dem 'Forest of Arden'). Wie dem auch sei, wichtiger erscheint uns allerdings die Funktion, den der 'Wald' im Stück einnimmt: Er ist immer Spiegel der jeweiligen seelischen Verfassung (s. oben) der in ihm an den verschiedensten Orten (Lichtung, Lagerstätte, Zufluchtsort, wuchernde Wildnis) handelnden Protagonisten.

 

Es treten auf:

Der gute Herzog, in der Verbannung
Der böse Herzog Frederick, sein Bruder und Thronräuber
La Belle, eine Hofdame bei Frederick
Probstein, Narr am Hof Fredericks
Orlando, jüngster Sohn Rowland de Boys und verliebt in Rosalind
Oliver, sein fieser Bruder und ältester Sohn Rowland de Boys
Eva, Nanny der Kinder Rowland de Boys
Denise, Dienerin bei Oliver
Marie de Amiens, Freundin des verbannten Herzogs
Jaques, Freund des verbannten Herzogs
Corinnus und Silvia, Geschwister und Schäfer/in
Rosalind, Tochter des guten Herzogs
Celia, ihre beste Freundin und Tochter des bösen Herzogs
Phöbe, eine Schäferin
Audrey, eine Ziegenhirtin
Hymen, göttliche Hochzeitsbotin

Ort:

Die Szene ist anfänglich bei Olivers Haus, nachher teils am Hof des bösen Herzogs, hauptsächlich aber im Wald von Arden. 

Handlung:

Der böse Herzog Frederick entmachtet seinen Bruder, den guten Herzog, und usurpiert dessen Reich. Dieser flieht mit einer Reihe getreuer Gefolgsleute, darunter seine persönliche Entertainerin Marie de Amiens und sein melancholischer Poet Jaques,  in den Wald von Arden. Seine Tochter Rosalind bleibt zunächst am Hof bei ihrer besten Freundin und Cousine Celia, der Tochter des bösen Herzogs. Beide werden Zeuginnen eines ungleichen Ringkampfes zwischen Orlando, dem jüngsten Sohn Rowland de Boys, und dem gnadenlosen Wrestler Charles, den sein fieser und eifersüchtiger Bruder Oliver, der älteste Sohn Rowland de Boys, eingefädelt hat, da er intrigant nach seines Bruders Leben trachtet. Doch dieser besiegt wider Erwarten den wüsten Schläger. Rosalind ist entzückt von Orlandos Erscheinung und verliebt sich Hals über Kopf in ihn, was derselbige ebenfalls tut. Als aber der böse Herzog die Herkunft des Siegers erfährt, erwacht wieder sein Hass gegen den Bruder, den guten Herzog, da dieser ein Freund Sir Rowlands war, und er bedroht Orlando mit dem Tode und verbannt nun auch Rosalind vom Hof. Celia überwirft sich daraufhin mit ihrem Vater und will Rosalind ins Exil begleiten. Zusammen fliehen sie in den Ardenner Wald und nehmen noch zu ihrer Unterhaltung den Hofclown Probstein mit. Aus Sicherheitsgründen verkleidet Rosalind sich als Mann und nennt sich fortan Ganymed, Celia gibt sich als dessen Schwester Aliena aus.

Im Wald treffen sie auf Orlando, der damit beschäftigt ist, unentwegt von ihm selbst verfasste Liebesgedichte in Bäume zu hängen, deren Anlass seine verloren geglaubte Liebe zu Rosalind ist und deren miserable literarische Qualität aber außer jedem Zweifel steht. Orlando erkennt Rosalind in ihrer Verkleidung nicht, so dass der angebliche Ganymed schnell sein Vertrauen gewinnen kann. Rosalind treibt nun ein frivol-amüsantes Versteckspiel mit Orlando, indem sie ihm verspricht, ihn von seiner unglücklichen Liebe zu Rosalind durch ein „Rollenspiel“ zu heilen. Zu allem Überfluss verliebt sich eine Schäferin mit Namen Phöbe in den vermeintlichen Jüngling Ganymed. Was die Sache weiter kompliziert, ist, dass in sie der junge Schäfer Corinnus unsterblich verliebt ist. Auch der Narr Probstein beginnt eine von ihm nicht so ernst gemeinte Liebelei mit der Ziegenhirtin Audrey. Dann taucht zu allem Überfluss noch Orlandos miesepetriger Bruder Oliver auf, der ihm weiterhin nach dem Leben trachtet, diesmal im offiziellen Auftrag des bösen Herzogs.

Alles löst sich dann aber wie von Wunderhand in Wohlgefallen auf und am Ende vertragen sich alle, Oliver und Orlando, der böse und der gute Herzog. Und es gibt eine vierfache Hochzeit. Das ist dem Melancholiker Jaques dann aber doch zu viel des Guten und er verlässt die fröhlich das Happy End feiernde Gesellschaft, um sich kontemplativ in die Einsamkeit zurückzuziehen.

 

 

  • Premiere: 16.05.2018
  • Vorstellungen:
    16.05. bis 21.05.2018
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 19:30 Uhr
  • Vorverkauf ab: 27.04.2018
  • Pfarrscheune
    Altmünsterstr. 8
    65207 WI-Igstadt

Musikalische Begleitung

Band:

Richard Ewen, Florian Meschkat, Edmund Weins, Benny Wies, Sabine Vailleur, Wolf Vailleur

Chor:

Verena Barth, Tobias Burkey, Sabine Engelhardt, Bärbel von Hochmeister-Maner

Vor und hinter der Bühne


RegieGerrit Voges
Co-RegieSarah Rowena Einloth
TextShakespeare/Schlegel/Voges
Musikalische LeitungRichard Ewen
Organisation + FinanzenIngrid Dahl
KostümSabine Engelhardt
BühneMarianne List-Herrmann
Steffen Dahl
Albert Hermann
Martin Meckel
Licht und TonVerena Barth
Fabian Barth
Patrick Barth
Dominik Klages
Laurenz Mager
MaskeMathias Janson und Ensemble

Auf der Bühne


HerzogChristian Larfeld
FrederickChristian Larfeld
Marie de AmiensSimone Bredefeld
JaquesMathias Janson
La BelleNora Wissmann
OliverSteffen Dahl
OrlandoSimon Meckel
EvaBarbara Marschall
DeniseLisa Hesse
ProbsteinMartin Meckel
CorinnusSina Gorski
SilviaRonja Meckel
HymenLisa Hesse
RosalindSarah Yurtöven
CeliaSarah Einloth
PhöbeAlyssa Tepper
AudreyAnja Meckel